Beruf Ergotherapie

Berufsbeschreibung Ergotherapie

 

ErgotherapeutInnen sind AlltagsspezialistInnen. Sie helfen, Selbständigkeit zurückzugewinnen.

Eine Diagnose wie Schlaganfall, Rheuma, Schizophrenie oder „Wahrnehmungs-störungen“ (bei Kindern) hat nicht nur Folgen wie z. B. Bewegungsstörungen, Planungs-, Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme sowie möglicherweise Veränderungen des Kommunikationsverhaltens.

Jede Erkrankung verändert den Alltag des betroffenen Menschen auf ganz konkrete Weise: Eine Bewegungsstörung kann die selbstständige Körperpflege zur mühsamen, quälend langsamen Prozedur machen, Planungsstörungen können die Führung eines Haushalts oder die Rückkehr in den Beruf verhindern. Wie groß die Behinderung der Alltagsbewältigung tatsächlich ist, hängt (neben der Schwere der Grunderkrankung) von verschiedenen Faktoren ab: z. B. von den beruflichen und familiären Anforderungen, die zu bewältigen sind, von der Wohnsituation, von der Unterstützung, die Familie, Freunde und Nachbarn leisten können.

Hier setzt nun die Ergotherapie an. ErgotherapeutInnen analysieren für jede PatientIn bzw. KlientIn die Probleme, die sich in der praktischen Bewältigung des Alltags ergeben. Gemeinsam mit der Patientin/Klientin und den Angehörigen werden die Ziele der Behandlung bestimmt. Die die Alltagsbehinderung verursachenden Probleme, aber auch die Stärken des betroffenen Menschen werden festgestellt. Dann entscheidet die ErgotherapeutIn über die therapeutischen Ansätze und Mittel. Das Ziel der Ergotherapie ist es, den Patienten zur möglichst zurfriedenstellenden Lebensgestaltung zu befähigen.

ErgotherapeutInnen arbeiten z. B. in (Rehabilitations-)Kliniken, Förderschulen und –kindergärten, Einrichtungen der Altenpflege, in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in Berufsförderungswerken, in Wohnheimen und in Ergotherapiepraxen.

Ulrike Dünnwald
01.07.2009

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dve.info